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Datum: 11.10.2019

Zusatzqualifikation „Trauerbegleitung am Arbeitsplatz“ startet zum WS 2019/20

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Zusatzqualifikation „Trauerbegleitung am Arbeitsplatz“ an der Universität Bonn: „Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie“ und „Bonner evangelisches Institut für berufsorientierte Religionspädagogik“ (bibor) entwickeln interdisziplinäre Module für Studierende im Master 

Pionierarbeit startet zum Wintersemester 2019/20
Ab dem kommenden Wintersemester haben Studierende an der Universität Bonn bundesweit erstmalig die Möglichkeit, im Rahmen des Masterstudiums eine zertifizierte Zusatzqualifikation zu erwerben. Das „Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie“ unter Leitung von Prof. Dr. Clemens Albrecht und das „Bonner evangelische Institut für berufsorientierte Religionspädagogik“ unter Leitung von Prof. Dr. Michael Meyer-Blanck kreierten für die Fächer „Soziologie“ und „Evangelische Theologie“ auf einander bezogene Curricula, um interdisziplinär Kompetenzen zum professionellen Umgang mit Erfahrungen von Sterben, Tod und Trauer in der Arbeitswelt zu vermitteln.
 
Kooperationspartnerinnen und -partner
Die Kooperation der Institute ermöglicht eine Komplementierung der Ausbildung der Studierenden der jeweils anderen Fakultät: Theologinnen und Theologen erwerben Kenntnisse über „Grundlagen der Thanatosoziologie“ und lernen Strukturen von Organisationen und spezifische Erfordernisse im Umgang mit Trauerfällen in der Arbeitswelt kennen. Studierende des Faches Soziologie wiederum erhalten Kompetenzen bzgl. Reaktionsmöglichkeiten im Trauerfall, sie lernen Formen des Gedenkens, Rituale, Hoffnungsbilder kennen und befassen sich mit Spiritualität und Seelsorge angesichts von kultureller und religiöser Diversität am Arbeitsplatz. Praktika in Unternehmen und Organisationen, die Menschen im Umgang mit Erfahrungen von Sterben, Tod und Trauer professionell unterstützen oder aber Strukturen der Begleitung bereits in den Betrieb implementiert haben, sind Bestandteil der Kompetenzbildung. U.a. folgende Institutionen ermöglichen Studentinnen und Studenten Praktika in unterschiedlichen Arbeitsbereichen: die Evangelische Kirche im Rheinland (EKiR), die Handwerkskammer Koblenz, der Bestatterverband NRW e.V., die Verbraucherinitiative Bestattungskultur Aeternitas e.V. sowie das Unternehmen Pütz-Roth Bestattungen und Trauerbegleitung oHG. Das Projekt leistet Pionierarbeit und erhielt das Branding der „Koordinierungsstelle für Hospiz- und Palliativversorgung in Deutschland“. Die Stiftung Deutsche Bestattungskultur fördert das Angebot der universitären Zusatzqualifikation finanziell. 
 
Wahlfach „Trauerbegleitung am Arbeitsplatz“
Das Wahlfach „Trauerbegleitung am Arbeitsplatz“ setzt sich zusammen aus drei konsekutiven Seminaren. Zunächst bietet das „Institut für politische Wissenschaft und Soziologie“ im kommenden WS zwei Seminare an, von denen eines „Grundlagen der Thanatosoziologie“ vermittelt und das andere in die „Trauerbegleitung in Organisationen“ einführt. Im SoSe 2020 vermittelt das Modul der Evangelisch-Theologischen Fakultät Kompetenzen einer „Religionssensiblen Trauerbegleitung am Arbeitsplatz“. Bestandteil des theologischen Seminars sind Praktika; diese sind obligatorisch für alle Teilnehmenden, die ein Zertifikat anstreben.
 
Ansprechpartnerinnen
Frau Dr. Ursula Engelfried-Rave vom „Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie“:
Dienstlich: [Email protection active, please enable JavaScript.]
Privat: [Email protection active, please enable JavaScript.];
 
und
Frau Dr. Monika Marose vom „Evangelischen Institut für berufsorientierte Religionspädagogik“:
[Email protection active, please enable JavaScript.]
Tel. 0228-735423
 
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