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Wissenschaftliche Fachtagungen

Die Illusion des Selbstverständlichen. 

Rhetorik und Pragmatik des strategischen Umgangs mit Wahrheit und Verlässlichkeit in politisch und sozial krisenhaften Zeiten

Online Tagung am 13./14. November 2020

Plakat - Die Illusion des Selbstverständlichen











Thema: Im Anschluss an die Tagung „,Du sollst nicht lügen.‘ Zur Hermeneutik der Rede vom Postfaktischen“ (2017) und die Preisfrage „Was verbirgt sich hinter der Rede vom ,Postfaktischen‘?: Lüge, Bullshit, illusionäre Selbsttäuschung, oder ...?“ wird die Diskussion der durch Trump beispielhaft verkörperten neuen politischen und gesellschaftlichen Salonfähigkeit der Lüge, ihre Funktion der Sehnsuchtsprojektion und deren gefährliche Legitimierung durch die Rede vom Postfaktischen im Gespräch mit den Preisträger*innen fortgesetzt. Im Sinne der Nachwuchsförderung leitet der Workshop "Young Voices in Hermeneutik Theory", der sich an den Call for Papers anschließt, die Tagung ein. Auf der Tagung werden zudem die Preisträger*innen des letzten Preisauschreiben gekürt.

 
 

Transzendenz im Bild. Theologie im Portrait. 

Symposium zu Ehren von Dietrich Korschs 70. Geburtstag
07.-08. Juni 2019
Tagung des Bonner Institut für Hermeneutik an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Bonn und Institut für Evangelische Theologie an der Universität zu Köln.
 

Dietrich Korsch hat sich in vielen theologischen Beiträgen sowohl der transzendenten "Sache" der Theologie als auch ihrer kultur- und sinnaffinen Gestalt(en) gewidmet. Seine Vermittlungsversuche zwischen zwei theologischen Lagern machen deutlich: Das Spiel der Theologie selbst changiert zwischen diesen beiden Polen und ist um ihrer Wahrhaftigkeit willen immer wieder darauf angewiesen, vom einen aus das andere in den Blick zu nehmen.

Auf diesem Symposium anlässlich seines 70. Geburtstags werden Dietrich Korsch und einige seiner akademischen Weggefährtinnen und -gefährten anhand ausgewählter Kunstwerke theologische Grundfragen präsentieren und so Theologie, Kunst und Lebenswelt miteinander ins Gespräch bringen. Zum Mithören und Mitdiskutieren herzlich eingeladen sind Studierende, Nachwuchswissenschaftler*innen, interessierte Gemeindemitglieder und Bürger*innen.

 

Referenten und Referentinnen (in alphabetischer Reihenfolge)
Bernhard Dressler (Marburg)
Wilhelm Gräb (Berlin)
Susanne Heine (Wien)
Dietrich Korsch (Marburg)
Cornelia Richter (Bonn)
Johannes Schilling (Kiel)
Walter Sparn (Erlangen)

Reihe „Theologie im Portrait“
Mit diesem Symposium startet das Institut für Hermeneutik die neue Reihe "Theologie im Portrait" an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Bonn: Ein Thema, mehrere Referentinnen und Referenten und einige Grundsatzfragen zu Faszination und Aufgabe der Theologie werden dabei ins Gespräch gebracht.
 
 

What does Theology do, actually? Observing Systematic Theology and the transcultural

24.-25. Mai 2019

What does theology do, actually?

 














SPEAKERS (in alphabetical order)

  • Chukwuemeka Anthony Atansi, Leuven
  • Andrew DeCort, Addis Abeba, Ethiopia
  • Martín Grassi, Bonn / Buenos Aires
  • Eberhard Hauschildt, Bonn
  • Florian Höhne, Berlin
  • Inja Inderst, Bonn
  • Evan Kuehn, Chicago
  • Giovanni Maltese, Hamburg
  • Dogara Manomi, Mainz / Jos
  • Constantin Plaul Halle
  • Esther Reed, Exeter (Keynote)
  • Cornelia Richter, Bonn
  • Matthew Ryan Robinson, Bonn
  • Eva Youkhana, Bonn
  • Gianna Zip, Mainz

 

 

„Du sollst nicht lügen.“ Zur Hermeneutik der Rede vom Postfaktischen

Tagung des Bonner Institut für Hermeneutik und des Institut für Evangelische Theologie Köln in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Religionsphilosophie

19.-20.05.2017

Plakat - Du sollst nicht lügen    Plakat - Gottesdienstreihe der Schlosskirche

Die aktuelle Salonfähigkeit der Lüge mit ihren Begleitphänomenen der Verzerrung, Täuschung, Unaufrichtigkeit und Schönfärberei bedarf der interdisziplinären Reflexion: (1) Sie birgt eine gesellschaftspolitische Erosionskraft, die demokratische und urteilsbildende Prozesse be-droht. (2) Der mit ihr verbundenen Rede vom Postfaktischen eignet eine gefährliche schein-bare Legitimationsfunktion, getrieben von unreflektierter Kritik an konstruktivistischen, sym-bol- und zeichentheoretischen und performativen Theorien. (3) Allerdings darf die Reflexion nicht in einer bloß moralischen Kritik enden, sondern muss nach den Gründen für solch eine Etablierung der Täuschung fragen: Neben direkten Täuschungsversuchen und Verzerrungen in politischer Rede dürfte es ebenso um Sehnsuchtskonstruktionen bzw. -projektionen gehen, die jene Welt schaffen sollen, die man gerne hätte und die sich dank virtueller Kommunikation und Gestaltungskraft zu einem nicht unerheblichen Teil herstellen lässt, so dass der Schritt zu ihrer realpolitischen Umsetzung nahezuliegen scheint.

Parallel zur wissenschaftlichen Bearbeitung des Themas findet an der Bonner Schlosskirche (Universitätskirche, Leitung: Prof. Dr. Eberhard Hauschildt) eine Predigtreihe statt, in der das Thema im Modus theologisch-geistlicher Kritik verhandelt wird.

Teil 1 (19.-20. Mai 2017): Call for Participation: Gemeinsame Relecture klassischer Positionen unter der Frage nach deren aktueller Reichweite: Texte des Alten Testaments sowie Platon, Aristoteles, Sophokles, Macchiavelli, Kant, Nietzsche, Schopenhauer bis zu Jankélévitch, Sartre und Arendt, Derrida und H. G. Frankfurt. Impulsvorträge durch Markus Saur (Theologie/Altes Testament), Jochen Sautermeister (Moraltheologie), Cornelia Richter (Systematische Theolo-gie und Hermeneutik), Ann-Kathrin Armbruster, Katharina Opalka, Matthew Ryan Robinson, PhD (alle Wiss. Nachwuchs am Bonner Institut für Hermeneutik).

Teil 2 (Juni – Dezember 2017): Am 1. Juni 2017 veröffentlichen wir eine Preisfrage zum Thema mit einem Call for Papers für Nachwuchswissenschaftler*innen (Docs, Postdocs, PDs). Die Pa-pers werden von einer Jury beurteilt. Für die ersten drei Plätze wird ein Preisgeld ausgelobt.

Teil 3: 2018/19: Internationale Konferenz mit Prämierung und Präsentation der 3 besten Papers und Vorträge international renommierter Expert*innen. Anmeldung: Prof. Dr. Cornelia Richter: [Email protection active, please enable JavaScript.]

 

Die Markierung des Anderen. Religionsphilosophische Reflexionen zu Irritation und Befreundung

Tagung des Bonner Institut für Hermeneutik und des Institut für Evangelische Theologie Köln in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Religionsphilosophie

11.-12.11.2016

Plakat - Markierung des Anderen

„Wir schaffen das!“ Dieser ikonisch gewordene Satz prägt seit einem Jahr die Debatte um Flüchtlingspolitik und Gesellschaftsordnung. In politischen Reden und im Feuilleton wird diskutiert; im engagierten Einsatz vieler Menschen wird nach pragmatischen Lösungen gesucht: Wie sollen, wie wollen wir den Anderen begegnen? Und wie begegnen wir uns dabei selbst? Wer definiert, wer man „selbst“ ist und wer „anders“, was gerade noch das „Eigene“ und was schon das „Fremde“? „Die Markierung des Anderen“ (S. Sieber) läuft über Bilder und Symbole an der Grenze zwischen Fotografie und Ikonographie, Immanenz und Transzendenz. Sie tangiert unsere Vorstellungen von Verantwortung und Versöhnung, Nächstenliebe und Freundschaft. Die Situation ist komplex, die Vernunft irritiert, die Emotion im Zwiespalt – deshalb ist es Zeit, wenigstens einen Versuch der ruhigeren Reflexion zu wagen. Die Tagung bringt provokante wie nachdenkliche Positionen aus Literatur, Religionsphilosophie, Theologie, Ästhetik und Soziologie ins Gespräch, in der Spannbreite von Hannah Arendt, Levinas und Luhmann bis zu Robert Mapplethorpe.

 

Das Neue Testament als Buch der Kirche

Symposium anlässlich des 60. Geburtstages von Prof. Dr. Günter Röhser

28.10.2016

Plakat - Das Neue Testament als Buch der Kirche

 

Ohn-/Macht, Angst und Sorge. Modi des Aushaltens und Gestaltens

Eröffnungskonferenz der Forschungsgruppe "Resilienz und Spiritualität", in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Religionsphilosophie

05.-07.11.2015

Plakat - Ohnmacht, Angst und Sorge

 

Wahrheit zwischen Macht & Ohnmacht. Ethische Dimensionen des religiösen Wahrheitsphänomens

Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Religionsphilosophie

29.-30.11.2013

Wahrheit zwischen Macht & Ohnmacht

„Wie hältst du‘ s mit der Wahrheit?“ So oder so ähnlich könnte die Gretchenfrage wohl lauten, stünde heute die Religiosität des Einzelnen zur Frage. Die Frage nach der Wahrheit (in) der Religion ist in der Zeit konkurrierender und oppositioneller Wahrheitsansprüche aktueller denn je. Doch wie kann an der Idee von Wahrheit festgehalten werden, ohne fundamentalistisch zu sein? Wie kann religiöse Akzeptanz gelebt werden, ohne in Beliebigkeit zu verfallen? Die Tagung will sich mit der Wahrheitsfähigkeit religiöser Lebensorientierungen auseinandersetzen, ohne die Frage auf das geltungstheoretische Problem zu verkürzen. Stattdessen geht es anhand konkreter Fallbeispiele um die ethische Dimension: Wie kann in einer pluralistischen Religionskultur zwischen konfligierenden Wahrheitsansprüchen vermittelt werden?

 

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