Sie sind hier: Startseite Personen Prof.'in Dr. Cornelia Richter DFG-FOR 2686 Forschungsgruppe „Resilienz in Religion und Spiritualität” TP 0: Hermeneutik der Resilienz. Begrifflichkeiten, Prämissen, Theoriekonstellationen

TP 0: Hermeneutik der Resilienz. Begrifflichkeiten, Prämissen, Theoriekonstellationen


Projektbeschreibung

In unserer interdisziplinären Forschung sind Kommunikation, Interaktion, Pragmatik und Kritik unverzichtbar, um zu vermeiden, dass die einzelnen Forschungsprojekte in ihre jeweiligen Fachlogiken abdriften und nebeneinander statt miteinander forschen. Deswegen wurde ein eigenes Teilprojekts TP 0 eingerichtet, das ergänzend zur organisatorischen Koordination der theoretischen Interaktion der gesamten Forschungsgruppe dient. Ziel von TP 0 ist die begleitende Dokumentation und Kommentierung von Forschungsaufgaben, -problemen und -ergebnissen, die sich aus dem Verlauf der gemeinsamen Arbeit ergeben.

 

TP 0 nimmt die jeweils für alle Teilprojekte theoretischen Problemkonstellationen auf und arbeitet den Teilprojekten bei der begrifflichen und theoretischen Klärung dieser Problematiken zu. Dafür sichtet TP 0 die für den Projektzusammenhang jeweils relevante, interdisziplinäre Literatur, pointiert knapp die verbindenden und differenten Aspekte und bereitet Vorschläge, auf welche Weise sich die jeweilige Konstellation für die gemeinsame Thematisierung anbieten würde.

 

TP 0 ist in das Projekt mit der Erarbeitung des Begriffs und Konzepts einer interdisziplinären Hermeneutik von Resilienznarrativen sowie der interdisziplinären Reflexion des wissenschaftstheoretisch hochgradig divergenten Erfahrungsbegriffs gestartet. Im Laufe des Projekts wird der Begriff der medio-passiven Responsivität analysiert werden, der ein Schlüsselbegriff für die Analyse Resilienz-relevanter religiös-spiritueller Prozess sein dürfte und das Potential birgt, die gängigen, primär aktiv konnotierten Resilienzfaktoren, kritisch und korrigierend zu ergänzen. Schließlich widmet sich TP 0 dem Verhältnis von A-Funktionalität, Funktionalität und Dysfunktionalität religiös-spiritueller Vorstellungen, Überzeugungen oder Riten. Dieses Verhältnis ist zentral für die Frage der potentiellen Orientierungsleistung von Resilienznarrativen und ihrer erfahrungsbestimmenden Wirkung, bedarf aber in besonderer Weise der interdisziplinären Reflexion. Denn die Frage der Funktionalität bzw. Funktionalisierbarkeit von religiös-spirituellen Vorstellungen ist in wissenschaftstheoretischer Hinsicht zwischen den Disziplinen höchst umstritten, für das Projekt aber gleichwohl unverzichtbar.

 

Insgesamt bewahrt TP 0 den theoretischen Rahmen aller Teilprojekte.

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