Sie sind hier: Startseite Personen Prof.'in Dr. Cornelia Richter DFG-FOR 2686 Forschungsgruppe „Resilienz in Religion und Spiritualität” TP 6: Resilienz und Kohärenz in der Palliativmedizin. Vergleichende Analyse zur Konstruktvalidität des Resilienzbegriffs

TP 6: Resilienz und Kohärenz in der Palliativmedizin. Vergleichende Analyse zur Konstruktvalidität des Resilienzbegriffs


Projektbeschreibung

Eine ganzheitliche Palliativversorgung basiert auf den vier Säulen Symptomkontrolle, psychische, soziale und spirituelle Begleitung. Dieser ganzheitliche Ansatz bildet den Rahmen für eine Auseinandersetzung mit Fragen, die weit über das „Erklärbare“ hinausgehen, für interdisziplinäre Behandlungsteams im Umgang mit lebensbedrohlichen Diagnosen jedoch nahezu unverzichtbar sind. Die wissenschaftliche Herausforderung dieser Fragestellungen besteht darin, wie diese Konstrukte erfasst und gemessen werden können, aber auch wo die Grenzen des Messbaren sind.

Das Forschungsprojekt partizipiert an der Resilienzforschung, indem zunächst eine Recherche in fachspezifischen Datenbanken erfolgt. Anschließend werden palliativmedizinisch relevante Konzepte wie Salutogenese, Resilienz, Kohärenz, Lebensqualität, Lebenssinn und Interventionen wie würdenzentrierte Therapie, achtsamkeitsbasierte Verfahren, Biographiearbeit diskursanalytisch betrachtet. Aus den Ergebnissen werden Hypothesen generiert, welche von Expert_innen auf dem Gebiet der benannten Konzepte und Interventionen diskutiert werden. Die Erhebungen finden sowohl im Einzelsetting als auch in Fokusgruppen statt. Zusätzlich erfolgen Fokusgruppen mit Mitarbeitenden aus spezialisierten Einrichtungen der Hospiz- und Palliativversorgung. In einer zweiten Phase werden die Perspektiven von Patient_innen und Angehörigen mittels narrativen und halbstrukturierten Interviews erfasst. Abschließend wird anhand der Zusammenhänge zwischen den zuvor aufgezeigten Interventionen und Konzepten eine Grounded Theory erstellt. Diese verfolgt das Ziel, mögliche Inkommensurabilitäten aufzudecken und Hinweise für die Erstellung potentieller Messinstrumente hervorzubringen.

Unterstützt wird das Projekt durch die Expertise des externen Kooperationspartners, zugleich Urheber der würdezentrierten Therapie, Prof. Dr. Harvey Chochinov.

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