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a maiore ad minus

Die Bezeichnung a maiore ad minus (von lat. a „von…her“, Komp. magnus „groß“, ad „zu…hin“, Komp. parvus „klein“) ist ein logisches Verfahren, bei welchem vom Größeren auf das Kleinere geschlossen wird („Was für alle gilt, gilt erst recht für einen“). Diese Schlussverfahren haben häufig paränetischen Charakter (→Paränese) und wollen zu einer bestimmten Verhaltensweise auffordern. Z.B. 1Petr 4,18: „Und wenn der Gerechte kaum gerettet wird, wo wird der Gottlose und der Sünder erscheinen?“ (vgl. Spr 11,31). Der Gerechte ist in diesem Fall das Größere und der Gottlose und Sünder das Kleinere. Das Gegenstück ist die Schlussfolgerung a minore ad maius.

 


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