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Äquivokation

Als äquivok (von lat. aequus „gleich“, „ähnlich“ und vocare „nennen“) werden Worte gleicher bzw. ähnlicher Laut- oder Schreibweise mit unterschiedlicher Bedeutung bezeichnet. Das Phänomen macht sich z.B. die Wortassonanz als Form der Wortspielvision zunutze. So besteht die Beziehung zwischen der Schauung in Am 8,1 und ihrer Deutung in V. 2 allein im Anklang von קַיִץ/qayi „Sommerobst“ und קֵץ/ „Ende“. Vgl. auch Jer 1,11f. Äquivokationen können auch in Erzählungen Beziehungen stiften. So inspiriert die Begegnung mit der מַחֲנֶה/maḥǎneh, dem Lager Gottes, Jakob dazu, Esau eine מִנְחָה/minəḥāh, ein Geschenk, entgegenzuschicken (Gen 32,14), in der Hoffnung, den Bruder damit versöhnen zu können (V. 21). →Homonymie →Polysemie

 

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