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Akklamation

Akklamation (von lat. acclamatio „Zuruf“) meint im eigentlichen Sinne einen Zuruf meist einer Gruppe von Menschen, mit dem sowohl Zustimmung als auch Missbilligung ausgedrückt werden kann. Man unterscheidet zwischen impliziten Akklamationen, bei denen der Inhalt der Akklamation nicht wiedergegeben wird (z.B. Lk 18,43), und ausgeführten Akklamationen. Im AT spielt die Akklamation z.B. bei der Erhebung zum König eine besondere Rolle: „Da jauchzte das ganze Volk, und sie riefen: Es lebe der König!“ (1Sam 10,24). Im NT begegnen sog. titulare Akklamationen im Sinne der Bestätigung Jesu als „Herrn“. So z.B. in 1Kor 12,3: „Der Herr ist Jesus!“ (vgl. z.B. Röm 1,4; 6,23). Aber auch das Hosianna beim Einzug Jesu in Jerusalem (Mk 11,9f par.) und das „Kreuzigt ihn!“ der Menge (Mk 15,13f par.) sind ntl. Akklamationen. Während die Akklamation im Ursprung eine sprachlich artikulierte Reaktion ist, umfasst die Admiration alle nicht sprachlich artikulierten Reaktionen.


 

 

 

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