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Anapher

Bei der Αnapher (von griech. ἀναφέρω/anapherō „zurückführen“) handelt es sich um eine rhetorische Figur, die die wörtliche oder lautliche Wiederholung eines oder mehrerer Wörter zu Beginn von aufeinander folgenden Sätzen oder Satzteilen bezeichnet. Diese Wiederholung kann durch einen synonymen Ausdruck erfolgen. Im AT begegnet eine Anapher innerhalb der →Priamel (nach anderer Auffassung: der irrealen →Synchorese); z.B. Am 9,2–4 mit 5maligem וִ)אִם)/()’īm („(und) wenn“) in Folge als Einsatz eines neuen Satzes. Vgl. auch Jer 5,17. Eine Anapher liegt auch in Hebr 11,3–31 vor, wo 18 mal ein Satz mit πίστει/pistei („durch Glaube“) beginnt. Das Gegenstück der Anapher ist die Epipher. Der Begriff Anapher wird weiterhin in der Syntaxlehre gebraucht: anaphorisch/kataphorisch.


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