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Anastrophe

Die Inversion (von lat. inversio „Umstellung“), auch Anastrophe (von griech. ἀναστροφή/anastrοphē „Umkehr“), ist ein rhetorisches Stilmittel, in dem die geläufige syntaktische Wortstellung umgestellt wird. Dies kann in poetischen Texten aufgrund des Rhythmus oder des Reimschemas geschehen. In Prosatexten dient die Inversion häufig der sprachlichen Hervorhebung und Betonung der umgestellten, insbesondere der vorangestellten Teile. Z.B. Lk 1,12: καὶ φόβος ἐπέπεσεν ἐπ’ αὐτόν/kai phobos epepesen ep’ auton („und Furcht kam über ihn“). Um eine Inversion handelt es sich wegen der im Griechischen bevorzugten Stellung des Prädikats vor dem Subjekt. Allerdings ist der Satzbau der hebräischen wie auch der griechischen Sprache im Vergleich zum Deutschen sehr viel variabler. Damit ist es häufig schwierig, dieses Phänomen zielsprachlich abzubilden.

 

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