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Asyndeton

Das Asyndeton (von griech. ἀσύνδετος/asyndetos „unverbunden“) ist eine rhetorische Figur, die die unverbundene Aneinanderreihung von Wörtern oder Satzteilen bezeichnet. ‚Unverbunden‘ bezieht sich dabei auf das Fehlen (Ellipse) von Verbindungswörtern wie Konjunktionen („und“, „oder“, etc.). Im bekannten Ausspruch Caesars veni, vidi, vici („Ich kam, sah, siegte“) unterstreicht das Asyndeton die Funktion der Klimax. Auch sonst kommt ihr die Funktion der Hervorhebung und Dramatisierung zu. Im NT findet sich eine solche unverbundene Aneinanderreihung z.B. in 1Kor 16,13: „Seid wachsam, steht fest im Glauben, seid tapfer, seid stark!“ Im Gegensatz zum Asyndeton bezeichnet das Polysyndeton das vielfache Auftreten von Verbindungswörtern.


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