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Captatio Benevolentiae

Der Begriff (von lat. captatio „Greifen“, „Haschen“ und benevolentia „Wohlwollen“) stammt aus der antiken Rhetorik (vgl. Cicero, Inv. 1,16,22) und bezeichnet den Versuch des Redners, die Hörer für sich und das eigene Anliegen einzunehmen. Die Captatio Benevolentiae besteht vor allem darin, dass der Redner über die Adressaten und ihr Umfeld Gutes sagt. Die Captatio Benevolentiae steht darum zumeist am Anfang einer Rede. Ntl. Beispiele für das Hörerlob gibt es z.B. in Apg 24,2–3: „Dass wir großen Frieden durch dich genießen und durch deine Fürsorge diesem Volk Reformen zuteil geworden sind, erkennen wir, hochverehrter Felix, allezeit und allerorten mit aller Dankbarkeit an“. Auch den Danksagungen in Röm 1,8; 1Kor 1,4–5; Phil 1,3–7; Kol 1,3–5; 1Thess 1,2–3; 2Thess 1,3; 2Tim 1,3–5; Phlm 4–7 (Proömium) kommt die Funktion einer Captatio Benevolentiae zu.

 

 

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