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Chiasmus

Ein Chiasmus (vom griech. Buchstaben Χ (chi), sinngemäß „Kreuzstellung“) ist ein rhetorisches Stilmittel, das aus einer Kreuzstellung paralleler Satzglieder nach dem Schema a-b-b-a besteht. So werden z.B. die in gewöhnlichen Sätzen in dieser Reihenfolge auftretenden Satzteile Subjekt – Prädikat – Objekt in einem sich direkt anschließenden parallelen Satzgebilde in die umgekehrte Reihenfolge gestellt. Der Chiasmus kann sich auch auf ganze Textkompositionen beziehen, sodass der Mitte eines chiastisch angelegten Textes auch die größte Bedeutung zukommt. Im folgenden Beispiel tauchen die sich entsprechenden Positionen ‚Mann‘ und ‚Frau‘ nach diesem Schema auf: „Die Frau verfügt nicht über ihren eigenen Leib, sondern der Mann; ebenso aber verfügt auch der Mann nicht über seinen eigenen Leib, sondern die Frau.“ (1Kor 7,4).

 

 

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