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Dittographie

Der Begriff Dittographie (von griech. δισσός/dissos oder διττός/dittos „zweifach“, „doppelt“ und γράφω/graphō „schreiben“) stammt aus dem Bereich der →Textkritik und bezeichnet dort einen Abschreibefehler, bei dem ein Buchstabe, eine Buchstabenfolge oder ein Wort aus Versehen doppelt geschrieben wird. Eine Dittographie liegt möglicherweise an einer textkritisch umstrittenen Stelle in 1Thess 2,7 vor: Wenn die Lesart der Variante ΕΓΕΝΗΘΗΜΕΝΗΠΙΟΙ (ἐγενήθημεν ἤπιοι/egenēthēmen ēpioi „wir waren freundlich“) gegenüber der Lesart von NA28 ΕΓΕΝΗΘΗΜΕΝNΗΠΙΟΙ (ἐγενήθημεν νἤπιοι/egenēthēmen nēpioi „wir waren unmündig“) ursprünglich ist, kann die Lesart von NA28 als Dittographie erklärt werden (Verdoppelung von ν). Das Gegenteil einer Dittographie ist die Haplographie.


 

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