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Eisegese

Die Eisegese (von griech. εἰς/eis „hinein“ und ἠγέομαι/ēgeomai „führen“) gilt begrifflich wie auch inhaltlich als Gegenstück zur →Exegese (von griech. ἐξ/ex „heraus“ und ἠγέομαι/ēgeomai „führen“). Während die →Exegese den Anspruch erhebt, einen Text auszulegen (ἐξ/ex), wird für die Eisegese postuliert, dass sie etwas in den Text hineinliest (εἰς/eis). Daher kann man bei der Eisegese schon dem Wort nach nicht von einer Form der Textauslegung sprechen. Mit diesem Begriff wird meist eine andere Interpretation polemisch als Fehlinterpretationen dargestellt.


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