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Erzählerisches Sammelbecken

Der Begriff stammt von E. Lämmert und bezeichnet innerhalb einer übergeordneten Großerzählung eine Folge von mehreren Episoden, die miteinander verbunden und von anderen Episoden oder Sammelbecken abgegrenzt sind. Solche Sammelbecken können entweder durch topographische, zeitliche oder figurale Gliederungssignale markiert werden. Im Lukasevangelium z.B. werden immer wieder dadurch erzählerische Sammelbecken gebildet, dass Ereignisse, die an zwei Orten spielen, aufeinander bezogen und dadurch als Einheit gekennzeichnet werden: 2,4–21/22–39 (Bethlehem und Jerusalem); 4,14–30/31–43 (Nazareth und Kapharnaum); 7,1–10/11–50 (Kapharnaum und Naïn). Auch der sog. lukanische Reisebericht (Lk 9,51 – 18,34), dessen Episoden an keinem bestimmten Ort spielen, kann als erzählerisches Sammelbecken gelten.


 

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