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Merismus

Der Merismus (von griech. μερισμός/merismos „Teilung“, „Zergliederung“) umschreibt ein Ganzes durch seine Teile. Die Teile korrespondieren dabei auf einer Sinnebene und können teilweise Gegensatzpaare bilden. Die sprachliche Eigenart des Merismus ist es auf Abstrakta zu verzichten und stattdessen Konkreta zu verwenden. Z.B. Gen 1,1: „Himmel und Erde“ für die Gesamtheit der Schöpfung (vgl. Kol 1,16); Röm 1,14: „Griechen und Barbaren“ (=Nichtgriechen) für die Gesamtheit aller Menschen. Im Gegenüber zum Merismus wird beim →pars pro toto das Ganze durch eines seiner Teile beschrieben.

 

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