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Paränese

Als Paränese (von griech. παραίνεσις/parainesis  „Ermunterung“, „Ermahnung“) bezeichnet man Mahnungen und Anweisungen, die zu einer bestimmten Lebensweise auffordern oder von ihr abraten wollen (→Genus  deliberativum; →protreptisch). Es geht ihr nicht um punktuelle Handlung in Einzelfällen, sondern sie will stets das dauerhafte Verhalten beeinflussen. Die Intention der Paränese ist der Absicht der →protreptischen Mahnrede gegebenenfalls nachgelagert: Sie sagt, wie man sich verhalten soll, nachdem man sich einmal für oder gegen einen bestimmten Weg entschieden hat. Im NT handelt es sich dementsprechend um Aufforderungen zu einer bestimmten Lebenspraxis im Anschluss an die Bekehrung zu Jesus Christus. So z.B. in Röm 12,1: „Ich ermahne euch nun, Brüder, durch die Erbarmungen Gottes, eure Leiber darzustellen als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer, was euer vernünftiger Gottesdienst ist.”Auch im AT finden sich zahlreiche paränetischen Texte. Z.B. Dtn 6,4: „Höre, Israel, Jahwe, dein Gott, Jahwe ist einer und du sollst Jahwe, Deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen, und deinem ganzen Leben und mit all‘ deiner Kraft.“

 

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