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Synsemantikum

Das Begriffspaar Autosemantikum (von griech. αὐτός/autos „selbst“ und σημεῖον/sēmeion „Zeichen“; auch Bedeutungs-, Inhalts-, Vollwort genannt) /Synsemantikum (von griech. σύν/syn „mit“ und σημεῖον/sēmeion „Zeichen“; auch Struktur-, Leer-, Funktionswort genannt) wird zur grundlegenden Klassifizierung von Wörtern im Hinblick auf die Frage, ob bzw. wie Bedeutung mit ihnen verbunden ist, verwendet. Als autosemantisch werden Wörter bezeichnet, die alleine stehend, d.h. ohne Verbindung mit einem anderen Wort eine Bedeutung haben, wie es bei Substantiven, Adjektiven und Verben der Fall ist  (z.B. ‚Tempel‘, ‚gut‘, ‚verkünden‘). Demgegenüber haben synsemantische Wörter für sich genommen keine eigene Bedeutung. Eine Bedeutung entsteht erst dann, wenn sie mit mindestens einem autosemantischen Wort zusammengebracht werden, wie es bei Präpositionen, Konjunktionen und Partikeln der Fall ist (‚im Tempel‘, ‚sehr gut‘, ‚verkünden und sagen‘). Diese Unterscheidung ist nicht unumstritten und lässt sich nicht immer exakt durchhalten.


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