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Tautologie

Die Tautologie (von griech. ταὐτό/tauto = τὸ αὐτό/ to auto „dasselbe“ und λόγος/logos „Rede“, „Wort“) bezeichnet in der Rhetorik ein stilistisches Mittel, bei dem durch Wiederholung eines sinnverwandten Begriffs – meist gleicher Wortart – dieselbe Sache oder derselbe Sachverhalt bezeichnet und so die Aussage verstärkt wird. Z.B. ‚nie und nimmer‘ (vgl. Hendiadyoin) oder Gen 40,23: „Der Obermundschenk dachte nicht mehr an Joseph und vergaß ihn“, Heb 4,16: ἳνα λάβωμεν ἒλεος καὶ χάριν εὓρωμεν/hina labōmen eleos kai charin ehurōmen („damit wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden“) und Off 16,19: θυμός τῆς ὀργῆς/thumos tēs orgēs („Wut des Zorns“). Ähnlich der Tautologie ist der Pleonasmus. Die Unterscheidung beider Begriffe wird nicht immer durchgehalten.

 

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