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Modulprüfungen

Seit der Umsetzung der Bologna-Reform gliedert sich das Studium grundsätzlich in Module. Module sind Einheiten von Lehrveranstaltungen, die in einem inhaltlichen Zusammenhang stehen und in zeitlicher Nähe zueinander belegt werden sollen. Module werden in der Regel durch eine Modulprüfung abgeschlossen; bei bestandener Prüfung werden die für ein Modul vorgesehenen Leistungspunkte dem Studienkonto des Studie-renden gutgeschrieben. Eine Modulprüfung kann auch aus mehreren Teilprüfungen bestehen, und in einzelnen Modulen können an die Stelle der Modulprüfung auch unbenotete Studienleistungen treten, bei deren Vorliegen die Leistungspunkte des Moduls gutgeschrieben werden.

Module dienen der Vermittlung bestimmter Kenntnisse und Kompetenzen, die im Modulplan in der Spalte „Prüfungsgegenstand (Inhalt) und Qualifikationsziel“ angegeben werden. In Modulprüfungen wird deshalb grundsätzlich anhand der Inhalte aus den jeweils im Modul belegten Lehrveranstaltungen überprüft, ob die für das Modul vorgesehenen Qualifikationsziele (Kompetenzen) erreicht wurden. Das bedeutet, dass in mündlichen Prüfungen und Klausuren grundsätzlich alle Inhalte aus allen im Modul belegten Veranstaltungen (und ggfs. aus dem zum Modul gehörenden Angeleiteten Selbststudium) Gegenstand der Prüfung sein können. Dies gilt auch dann, wenn es möglich ist, mit den Prüfenden einen Schwerpunkt zu vereinbaren, auf den man sich besonders gut vorbereitet und zu dem dann vertieft gefragt wird.

Abschlussprüfungen

In der Regel werden modularisierte Studiengänge dadurch abgeschlossen, dass sukzessive während des Studiums Modulprüfungen abgelegt werden, bis alle für den Studiengang vorgeschriebenen Module einschließlich der Abschlussarbeit (Bachelorarbeit/Masterarbeit) abgeschlossen sind und dadurch die für den Abschluss notwendige Summe von Leistungspunkten erreicht wurde. Die Abschlussnote ergibt sich dabei aus dem Durchschnitt der mit den Leistungspunkten gewichteten Noten der einzelnen Module.

Beim Studiengang Evangelische Theologie mit Abschluss Kirchliches Examen/Magister Theologiae gilt dies nur bedingt: Hier wurde auf Verlangen der Kirchen und des Evangelisch-Theologischen Fakultätentags am vor der Bologna-Reform üblichen Abschlussexamen und an einer das Grundstudium abschließenden Zwischenprüfung festgehalten, die als sogenannte „Blockprüfungen“ abzulegen sind, d.h. die gesamten im Studium erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten werden am Ende innerhalb einer sehr kurzen Zeitspanne abgeprüft. Während des Studiums abgelegte Modulprüfungen zählen dabei, sofern sie nicht im Rahmen der Blockprüfungen abgelegt werden, nur als Vorleistungen, die zwar zwingende Voraussetzung für den Abschluss des Studiums sind, aber nicht in die Berechnung der Gesamtnote einbezogen werden.

Prüfungstermine und Anmeldefristen/Rücktrittsfristen

Für alle Prüfungen gilt grundsätzlich: Keine Prüfung ohne vorherige fristgerechte(!) Anmeldung!

Für die Bachelor- und Masterstudiengänge erfolgt die Anmeldung zu Prüfungen immer elektronisch in BASIS über die Funktion "Prüfungen anmelden/abmelden".
Im Studiengang Evangelische Theologie mit Abschluss Kirchliches Examen/Magister Theologiae ist für einzelne Prüfungen die Angabe von Schwerpunkten (Philosophicum, Prüfung in Religionswissenschaft und Interkultureller Theologie) oder Erklärungen zu Wahlmöglichkeiten (Zwischenprüfung, vorgezogene Teilprüfung zur Zwischenprüfung, Abschlussprüfung) erforderlich, weshalb die Anmeldung noch mit einem Papierformular erfolgen muss.

Prüfungsphasen: Für Modulprüfungen in Form von Klausuren und mündlichen Prüfungen gibt es jedes Semester zwei Zeiträume, innerhalb derer die Prüfungen stattfinden können, sog. Prüfungstermine oder Prüfungsphasen. Die erste Phase liegt am Ende der Vorlesungszeit des Semesters (letzte Vorlesungswoche und erste Woche der vorlesungsfreien Zeit), die zweite Phase am Ende des Semesters (letzte Märzwoche/letzte Septemberwoche). Prüfungen nach besonderer Prüfungsordnung werden teilweise nur in der ersten Phase angeboten oder haben eine besondere Prüfungsphase, die sich über die gesamte vorlesungsfreie Zeit erstreckt (z.B. Philosophicum, Prüfung in Religionswissenschaft und Interkultureller Theologie, vorgezogene Teilprüfung zur Zwischenprüfung).

Die Prüfungstermine und Anmeldefristen für die verschiedenen Prüfungen gibt der Prüfungsausschuss für jedes Semester durch Aushang und digital als PDF-Dokumente zum Herunterladen bekannt. Die Anmeldefristen sind dabei Ausschlussfristen, d.h. bei einer Anmeldung, die erst nach dem Ende der Anmeldefrist im Prüfungsamt eingeht, kann die Prüfung nicht mehr in der gewünschten Prüfungsphase stattfinden, sondern muss in der folgenden Prüfungsphase erneut angemeldet werden.

Rücktritt: In der Regel haben Sie nach Ende der Anmeldefrist noch bis zu einer weiteren festgelegten Frist die Möglichkeit, sich ohne Angabe von Gründen wieder von der Prüfung abzumelden. Details dazu finden Sie in der für Sie geltenden Prüfungsordnung sowie im Aushang der Termine und Fristen (s.o.). Nach dieser Frist ist ein Rücktritt von einer angemeldeten Prüfung nur noch aus besonderen Gründen möglich (v.a. Krankheit), wobei diese Gründe durch geeignete Dokumente (z.B. ärztliches Attest) glaubhaft zu machen sind. 

Wiederholungsmöglichkeiten

Alle Prüfungen können, wenn sie im ersten Versuch nicht bestanden sind, mindestens einmal wiederholt werden. Die meisten Prüfungen bieten bis zum endgültigen Nichtbestehen insgesamt drei Versuche (Erstversuch + zwei Wiederholungsversuche); einzelne Prüfungen (v.a. Sprachprüfungen) bieten nur zwei Versuche und die Möglichkeit, bei Vorliegen besonderer Gründe einen dritten Versuch zu beantragen. In der Regel muss die Wiederholung bis zu einem bestimmten Termin (in der nächsten Prüfungsphase oder im nächsten Semester) erfolgen. Teilweise erfolgt die Anmeldung zur Wiederholungsprüfung automatisch durch das Prüfungsamt, teilweise ist aber auch eine eigene erneute Anmeldung durch den Prüfling vorgesehen.

Bestandene Prüfungen können grundsätzlich nicht wiederholt werden, mit Ausnahme der für die Abschlussprüfung zum Grad Magister Theologiae vorgesehenen Freiversuchs-Regelung.

Genaue Informationen zu den Wiederholungsmöglichkeiten finden Sie in der jeweiligen Prüfungsordnung.

Prüfungsformen

Prüfungen werden in der Regel in der Form von Klausuren, mündlichen Prüfungen und Hausarbeiten abgelegt. Die Details zu den Regeln für die einzelnen Prüfungsformen finden Sie in der für Sie geltenden Prüfungsordnung. Hier nur einige allgemeine Hinweise zu den verschiedenen Prüfungsformen:

Klausur

Klausuren sind schriftliche Aufgaben unter Aufsicht, die innerhalb der von der Prüfungsordnung festgesetzten Zeit (je nach Prüfung 90 Minuten bis 4 Stunden) zu bearbeiten sind. In der Regel werden mehrere Themen/Aufgaben zur Wahl gestellt, unter denen der Prüfling auswählen kann. Eine Aufgabe kann aus mehreren Teilaufgaben bestehen, die dann alle zu bearbeiten sind (z.B. die Übersetzung eines Bibeltexts und ein Essay zu einem vorgegebenen Thema). Teilweise sind zur Bearbeitung Hilfsmittel (z.B. Wörterbuch) zugelassen, die dann vorab vom Prüfungsausschuss bekanntgegeben werden.

Für Klausuren werden immer feste Termine vorgegeben.

Mündliche Prüfung

Mündliche Prüfungen sind Prüfungsgespräche, die sich in der Regel über 20-30 Minuten erstrecken. Nur für wenige mündliche Prüfungen mit hoher Teilnehmerzahl (z.B. Bibelkunde, Sprachprüfungen) gibt es vom Prüfungsausschuss festgelegte Termine. In der Regel sind die Termine für eine mündliche Prüfung im Rahmen der für die gewünschten Prüfungsphase vom Prüfungsausschuss festgelegten Tage mit der Prüferin/dem Prüfer vorher individuell abzusprechen.

Sofern eine mündliche Prüfung ein Modul abschließt, in dem auch Angeleitetes Selbststudium erfolgt ist, gehen die Inhalte des Angeleiteten Selbststudiums mit in die Prüfung ein. In diesem Fall muss der Prüfling das Formular, auf dem die Literatur für das Angeleitete Selbststudium mit dem Prüfer vereinbart wurde, zur Prüfung mitbringen und vor der Prüfung dem Prüfer aushändigen. Das Formular wird dann Teil der Prüfungsunterlagen.

Hausarbeit

Hausarbeiten sind wissenschaftliche Texte, die innerhalb einer festgelegten Bearbeitungszeit erstellt werden und ein von der Prüferin/dem Prüfer vorgegebenes Thema mit den im Modul erlernten Methoden angemessen bearbeiten. Die Bearbeitungszeit beträgt in der Regel drei Monate, für einzelne Hausarbeiten nur sechs Wochen (eine der beiden Proseminararbeiten im Grundstudium des Studiengangs Evangelische Theologie mit Abschluss Kirchliches Examen/Magister Theologiae) oder zwei Monate (Predigtarbeit und Unterrichtsentwurf im Hauptstudium des gleichen Studiengangs).

Hausarbeiten können jederzeit angemeldet werden. Die Bearbeitungsfrist beginnt mit dem Tag, an dem der Prüfling das Thema erhält. Die Themenvereinbarung erfolgt auf dem dafür vorgesehenen Formular, das nach der Anmeldung in BASIS zum Herunterladen bereitsteht. Hausarbeiten können direkt bei der Prüferin/dem Prüfer oder im Prüfungsamt Evangelische Theologie eingereicht werden.

Für diese Prüfungsform gibt es ein eigenes Merkblatt mit weiteren Details.

Praktikumsbericht

Praktikumsberichte sollen die Erfahrungen im Praktikum anhand der im Studium erworbenen Kenntnisse über Theorien und deren Anwendung darstellen und reflektieren. Für das Gemeindepraktikum im Studiengang Evangelische Theologie werden weitere Details in der Begleitveranstaltung zum Praktikum besprochen.

Formal gelten für Praktikumsberichte die Bestimmungen für Hausarbeiten, soweit die Prüfungsordnungen nichts anderes vorschreiben. Die Anmeldung kann jederzeit erfolgen; Beginn der Bearbeitungszeit ist jedoch immer der Tag nach dem letzten Tag des Praktikums bzw. sofern es zur Auswertung des Praktikums eine Begleitveranstaltung gibt, der Tag der letzten Sitzung der Begleitveranstaltung.

Zusammen mit dem Praktikumsbericht und dem Hausarbeitenformular ist auch eine Bescheinigung über das geleistete Praktikum einzureichen, sofern diese nicht bereits im Prüfungsamt vorliegt.

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