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Masterstudiengang Evangelische Theologie

Der Studiengang Evangelische Theologie mit Abschluss Master of Arts (M.A.) setzt einen Bachelorstudiengang mit Schwerpunkt Evangelische Theologie voraus und vermittelt vertiefende, forschungsbezogene Kenntnisse und Fertigkeiten in allen fünf theologischen Hauptdisziplinen. Regelstudienzeit: 4 Semester; Bewerbung erforderlich.

Der Studiengang baut konsekutiv auf den an der Universität Bonn angebotenen Bachelor-Studiengang "Evangelische Theologie und Hermeneutik" (Kernfach bzw. Hauptfach im Zwei-Fach-Bachelor) auf und richtet sich besonders an Studierende, die als geisteswissenschaftliche "Generalisten" in Tätigkeitsfeldern außerhalb der Kirche arbeiten wollen und dafür über den Bachelor-Abschluss hinaus vertiefte Kenntnisse und Fertigkeiten aus verschiedenen theologischen Disziplinen erwerben.

Im forschungsorientierten Masterstudiengang Evangelische Theologie erwerben die Studierenden vertiefte wissenschaftliche Kenntnisse über das Christentum als Möglichkeit menschlicher Sinndeutung, Lebensführung und Wertefindung sowie als prägender Faktor abendländischer Kultur und Gesellschaft, und über die Bedingungs- und Wirkungszusammenhänge leitenden Handelns in gesellschaftlichen und kirchlichen Institutionen. Die Studierenden lernen, komplexe Problemstellungen aufzugreifen und sie mit wissenschaftlichen Methoden auch über die aktuellen Grenzen des Wissensstandes hinaus zu lösen. Sie werden damit zu eigenständiger Erforschung von historischen und aktuellen Phänomenen christlicher Religion befähigt. Der reformatorischen Perspektive wird dabei besondere Bedeutung beigemessen.

Das Studium im Rahmen dieses Masterstudiengangs soll den Studierenden unter Berücksichtigung der Anforderungen und Veränderungen in der Berufswelt und der fächerübergreifenden Bezüge die erforderlichen fachwissenschaftlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und Methoden sowie fachübergreifenden Schlüsselqualifikationen so vermitteln, dass sie zu wissenschaftlich fundierter Arbeit, zur kritischen Einordnung und Anwendung der wissenschaftlichen Erkenntnisse und Methoden in der beruflichen Praxis sowie zu verantwortlichem Handeln befähigt werden. Die Studienziele konzentrieren sich vor allem auf

  1. ein an den aktuellen Forschungsfragen orientiertes Fachwissen auf der Basis vertieften Grundlagenwissens,
  2. methodische und analytische Kompetenzen, die zu einer selbständigen Erweiterung der wissenschaftlichen Erkenntnisse befähigen, wobei Forschungsmethoden und -strategien eine zentrale Bedeutung haben,
  3. berufsrelevante Schlüsselqualifikationen.

Der Master-Abschluss in diesem Studiengang berechtigt auch zur Promotion im Fach Evangelische Theologie und ist damit ein grundlegender Baustein für eine spätere Berufstätigkeit im Bereich Forschung und Lehre.

Zugangsvoraussetzung ist ein erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss im Fach Evangelische Theologie oder in einem verwandten Fach (i. d. R. Bachelorexamen) einer evangelisch-theologischen Hochschule oder eines evangelisch-theologischen Fachbereiches; der zu diesem Abschluss führende Studiengang muss Module im Umfang von mindestens 60 Leistungspunkten (LP) enthalten, die insgesamt in den fünf theologischen Hauptdisziplinen Altes Testament, Neues Testament, Kirchengeschichte, Systematische Theologie und Praktische Theologie jeweils eine qualifizierte Einführung in wissenschaftliche Methoden und Basiswissen der betreffenden Disziplin bieten. Eine Einführung ist dann als qualifiziert zu betrachten, wenn sie mindestens die Inhalte und Methoden vermittelt, die an Evangelisch-Theologischen Fakultäten und Fachbereichen an staatlichen Universitäten im Geltungsbereich des Grundgesetzes üblicherweise in den Proseminaren der jeweiligen Disziplin vermittelt werden, und wenn die Vermittlung der Methoden in den Disziplinen Altes Testament, Neues Testament und Kirchengeschichte jeweils die Arbeit an zentralen Quellentexten in den Originalsprachen beinhaltet und die entsprechenden Sprachkenntnisse (Hebraicum, Graecum, Latinum) voraussetzt.

Erforderliche Sprachkenntnisse: Die Zulassung zum Studiengang setzt die Vorlage der Sprachzertifikate Hebraicum, Graecum und Latinum voraus. Die entsprechenden Sprachkenntnisse müssen bereits Teil des vorausgehenden Bachelorstudiengangs gewesen sein (siehe Abschnitt "Zugangsvoraussetzung").

Weitere Details finden Sie im Modulhandbuch und in der Prüfungsordnung des Studiengangs.

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