Wo kann man uns hören?

Neue Folgen unseres Podcasts "billig und gerecht" finden sich jeden ersten Donnerstag im Monat entweder hier auf unserer Webseite oder auf den unten verlinkten Podcast-Plattformen. Hört mal rein!


Der neue Podcast "billig und gerecht"

Einmal pro Monat blicken Matthias Braun (Lehrstuhl für Sozialethik) und Susanne Gössl (Lehrstuhl für deutsches, ausländisches und Internationales Privatrecht und das Recht der Digitalisierung) aus jeweils ethischer und juristischer Perspektive auf besonders heiß diskutierte gesellschaftliche Debatten und versuchen, ein bisschen Ordnung in die dahinterstehenden Argumente zu bringen. Die Challenge dabei: auch mal für eine Position argumentieren müssen, die man selbst nicht unbedingt für richtig hält!

Eine Wissenschaftlerin und ein Wissenschaftler arbeiten hinter einer Glasfassade und mischen Chemikalien mit Großgeräten.
© ETF/ Social Ethics

Was hat es mit dem Titel "billig und gerecht" auf sich?

Billig hat hier nichts mit dem Preis zu tun, sondern mit dem, was umgangssprachlich als "recht und billig" bezeichnet wird. Der Titel spielt auf die Billigkeit als ergänzenden Rechtsgrundsatz im Zivilrecht (§ 242 BGB) an, der Gerichten einen Ermessensspielraum lässt, um in Einzelfällen – wenn die wörtliche Gesetzesauslegung aus Sicht „aller billig und gerecht Denkenden“ zu hart wäre – zu angemessenen Urteilen zu kommen.

Auch hier im Podcast interessiert uns, welche Rechtsgrundsätze gelten, wie sie historisch gewachsen sind und ob sie aus ethischer und gesellschaftlicher Perspektive in unseren gegenwärtigen Debatten billig und gerecht sind.

Podcast-Folgen von "billig und gerecht"

Eine Wissenschaftlerin und ein Wissenschaftler arbeiten hinter einer Glasfassade und mischen Chemikalien mit Großgeräten.
© ETF/ Social Ethics

Die neueste Folge: #7 KI in der Justiz

Künstliche Intelligenz verändert die juristische Arbeit: Schriftsätze schreiben, Rechtsprechung recherchieren, Urteile vorbereiten – vieles lässt sich heute schon automatisieren. Doch wie darf das gehen? Kann bzw. darf KI irgendwann die Entscheidung im Gericht treffen?

KI verspricht enorme Zeitersparnis. Aber in der Justiz geht es nicht nur um Effizienz, sondern um Verantwortung, Menschenleben und die Frage, wem wir die Staatsgewalt anvertrauen wollen.

In dieser Folge sprechen Susanne und Matthias über die Chancen und Grenzen von KI in der Justiz, über das Vertrauen in die Rechtsprechung und welche Auswirkungen KI darauf haben kann.

Hört rein und diskutiert in den Kommentaren mit!

Alle Folgen vom Podcast "billig und gerecht"

Mehr als ein Fall pro Tag in Deutschland: Frauen werden getötet, weil sie Frauen sind. Doch einen eigenen Straftatbestand „Femizid“ gibt es im deutschen Strafrecht bisher nicht. Was würde sich ändern, wenn Femizide als eigenes Mordmerkmal aufgenommen würden?

Susanne und Matthias sprechen über den Zusammenhang von geschlechtsspezifischer und häuslicher Gewalt und diskutieren, wie das Recht mit solchen Fällen umgeht, in denen Gewalt gegen Frauen stattfindet. Doch reicht es, Femizide aus rechtlicher Perspektive zu betrachten und was würde es bringen, das Strafrecht zu ändern? Muss Prävention nicht viel früher ansetzen? Welche Rolle spielen gesellschaftliche und religiöse Vorstellungen von Geschlecht, Scham und Macht – und wie sehr (oder wie wenig?) bilden sich die Erfahrungen von Frauen eigentlich in unserem Recht ab?

Hört rein und diskutiert in den Kommentaren mit!

Der Fall Marla-Svenja Liebich hat die Debatte um das Selbstbestimmungsgesetz angeheizt. Aber was steht eigentlich wirklich im Gesetz? Susanne und Matthias schauen in dieser Folge genauer hin: Sie klären, was hinter den Begriffen Geschlecht, Geschlechtsidentität und Geschlechtseintrag steckt, erklären, wie das Verfahren beim Standesamt funktioniert und ordnen die aktuelle Debatte am Beispiel von Marla-Svenja Liebich ein.

Dabei geht es in gewohnter Manier kritisch zu: Welche Sorgen sind nachvollziehbar, welche Missverständnisse gibt es – und wo liegen die eigentlichen Konfliktlinien? Am Ende kommen wie immer auch größere gesellschaftliche Frage auf: Wie wollen wir mit unterschiedlichen Identitäten und Lebensrealitäten umgehen? Und wie lässt sich Selbstbestimmung verwirklichen, ohne andere berechtigte Interessen aus dem Blick zu verlieren? Hört rein und diskutiert in den Kommentaren mit!

Sollten Kinder und Jugendliche kein TikTok, Instagram oder YouTube mehr nutzen dürfen? Oder müssen wir (Erwachsenen!) endlich lernen – und lehren –, verantwortungsvoll mit sozialen Medien umzugehen?

In dieser Folge diskutieren Susanne und Matthias über Chancen und Risiken digitaler Plattformen: von Freiheit, Teilhabe und politischer Bildung bis hin zu Suchtmechanismen und den Auswirkungen auf die psychische Gesundheit. Denn Studien zeigen, dass besonders Kinder unter 14 Jahren für diese Risiken anfällig sind.

Aber führt ein Verbot wirklich zum Ziel? Oder werden Kinder und Jugendliche damit für das Versagen von Politik, Plattformen und der Medienkompetenz der älteren Generation bestraft?

Wie dürfen wir zukünftig im Internet unsere Meinung äußern? Diese Debatte wurde im Februar von Friedrich Merz angestoßen, der eine Klarnamenpflicht im Internet fordert. Die Idee dahinter: Weniger Anonymität bedeutet weniger Hass und Hetze. Das klingt im ersten Moment richtig und notwendig, wirft aber riesige Fragen auf. Ist die Pflicht, im Netz mit dem eigenen Namen aufzutauchen, wirklich der richtige Schritt? Was macht das mit unserer Meinungsfreiheit? Und warum kann Anonymität nicht als Feind sondern sogar als Gütekriterium für Freiheit gelten? Susanne und Matthias dröseln das Ganze für euch auf. Viel Spaß beim Hören!

In dieser Folge von billig & gerecht sprechen Susanne Gössl und Matthias Braun über digitale sexualisierte Gewalt. Ein Thema, das vor allem seit dem Fall von Collien Fernandes politisch, rechtlich und gesellschaftlich breit diskutiert wird. Was ist die derzeitige Rechtslage? Wo liegen Probleme bei der Verantwortungszuschreibung? Und warum ist körperliche Integrität auch im digitalen Raum so zentral? Jetzt reinhören!

Kann man mehr als einen Vater haben? In dieser Folge tauchen wir in die rechtlichen Grundlagen der Vaterschaft ein und fragen uns, ob das bestehende Modell wirklich alternativlos ist. Aus ethischer Perspektive beleuchten wir, ob es sinnvoll oder sogar notwendig ist, die Rolle des Vaters auf eine einzelne Person zu beschränken. Dabei greifen wir zentrale Argumente aus der aktuellen Debatte auf, ergänzen sie durch eigene Überlegungen und diskutieren, welche Rolle das Kindeswohl in diesem komplexen Spannungsfeld spielt. Jetzt reinhören!

Hey und herzlich Willkommen zu billig und gerecht – Eurem neuen Podcast zu Fragen an der Schnittstelle von Ethik und Recht. Hier nehmen wir Euch mit in aktuelle Debatten, um gemeinsam aus juristischer und ethischer Perspektive zu diskutieren, bestehende Normen auf den Prüfstand zu stellen und die eigene Position zu hinterfragen. Unsere Challenge dabei: Auch mal für eine Position argumentieren zu müssen, die wir persönlich nicht unbedingt für richtig halten. Wir freuen uns, dass Ihr dabei seid - hört hier gern mal rein!

Wer steckt alles hinter dem Podcast "billig und gerecht?

Kontakt

Avatar Gössl

Susanne Lilian Gössl

Avatar Braun

Matthias Braun

Avatar Wallat

Denise Wallat

Avatar Flugel

Eliane Flugel

Wird geladen